Theater

Theater – AG

Zu Beginn des Schuljahres 2011/12 fanden sich sieben Mädchen aus den fünften und sechsten Klassen zu einer „Theaterarbeitsgruppe“ zusammen.
Die Schülerinnen und ich arbeiteten einen „Lehrplan“ für die Gruppe wie folgt aus:

1.    Marionetten bauen und führen:
•     Geschichte der Marionette
•     Plastisches Formen von Kopf, Händen und Schuhen. Dadurch kennenlernen der
Gesichtsanatomie
•     Mal- bzw. Gestaltungstechniken mit Farbe
•     Holzverarbeitung
•     Näharbeiten
•     Grundkenntnisse der Führungstechnik für das Puppenspiel
•     Schreiben eines Theaterstückes
•     Aufführen des Theaterstückes

2.    Bauen eines Hochstelzenpaares
•     Sägen, raspeln, feilen, schleifen der einzelnen Holzteile.
•     Zusammenleimen und -schrauben der Teile zu einem Hochstelzenpaar.
•     Einbauen eines Hochstelzenläufers in das Theaterstück.

Schon im Alterum, als die Marionette ihre erste große Blütezeit erlebte, wurde der Grund, warum diese eine Faszination auf die Menschen ausübt, ausfindig gemacht. Platon und Aristoteles, die beiden größten Philosophen der griechischen Antike, verwendeten das Bild der an Fäden gezogenen Puppe als Gleichnis für die Abhängigkeit des Menschen von höheren Mächten. Die Fäden sind es, die das Wesen der Marionette definieren und sie somit von den zahlreichen anderen Puppenarten unterscheiden. Das Marionettenspiel erlebte im 19. Jahrhundert  durch den Münchner Franz Graf von Pocci, der über 50 Bühnenstücke schrieb, einen künstlerischen Durchbruch. Diese unverwechselbare eigenständige Form des Marionettenspieles von damals wirkt bis in unsere heutige Zeit.

Das Projekt „Theater-AG“ beinhaltete neben den abwechslungsreichen Lernthemen viele Möglichkeiten des kreativen Gestaltens und schöpferischen Tuns. Die Schülerinnen fanden persönliche Ausdrucksmöglichkeiten und lernten sozusagen dadurch ein Stück von sich selbst kennen , das ihnen bislang vielleicht unbekannt war.
Wir freuen uns alle auf die Theateraufführung im Sommer.

Maria Kiechle